Wie ein Geruch entsteht

Stefan Mair • 9. Juli 2026

Wie ein Geruch entsteht

Die Wahrnehmung von Gerüchen (das olfaktorische System) ist ein faszinierender, extrem schneller Prozess, der direkt in unserem Gehirn verarbeitet wird.


Gasförmige chemische Verbindungen (die Duftmoleküle) schweben in der Luft. Wenn wir einatmen, gelangen diese Moleküle in den oberen Teil der Nasenhöhle. Ganz oben in der Nasenhöhle sitzt die Riechschleimhaut (Regio olfactoria), die beim Menschen etwa 2 bis 5 Quadratzentimeter groß ist. Hier befinden sich rund 20 bis 30 Millionen Riechzellen. Jede Riechzelle besitzt feine Härchen (Zilien), die in einer Schleimschicht liegen. Auf diesen Härchen sitzen die eigentlichen Geruchsrezeptoren, beim Menschen gibt es etwa 350 bis 400 verschiedene Typen.

Ein Duftmolekül dockt an einen passenden Rezeptor an, wie ein Schlüssel in ein Schloss. Ein einzelner Duftstoff besteht meistens aus vielen verschiedenen Molekülen, einer Geruchsstoffmischung. Das Gehirn erkennt einen Geruch also nicht an einem einzelnen Rezeptor, sondern an einem spezifischen Aktivierungsmuster, vergleichbar mit einem Akkord auf einem Klavier.

Sobald ein Molekül andockt, wandelt die Riechzelle den chemischen Reiz in ein elektrisches Signal um. Die Signale wandern durch die feinen Knochenöffnungen der Schädelbasis (die Siebplatte) direkt in den Riechkolben (Bulbus olfactorius), der an der Unterseite des Gehirns liegt. Hier werden die Signale gebündelt.

 Die Signale werden nicht, wie alle anderen Sinneseindrücke zuerst im Thalamus gefiltert, sondern direkt ins emotionale Zentrum des Gehirns geleitet. Die Nervenbahnen führen direkt in das limbische System. Hier sitzen unsere Emotionen und Erinnerungen. Deshalb können Gerüche blitzartig Gefühle auslösen oder alte Erinnerungen wachrufen, bzw. unbewusst eine innere Haltung erzeugen. Erst in der Großhirnrinde (Cortex) wird uns der Geruch bewusst und wir können ihn benennen (z. B. „Das riecht nach frisch gemähtem Gras“).

Übrigens, der Mensch kann schätzungsweise bis zu einer Billion verschiedener Geruchsmischungen voneinander unterscheiden, auch wenn es uns oft schwerfällt, die genauen Worte dafür zu finden. Zudem passt sich unser Geruchssinn sehr schnell an. Wenn man sich länger in einem Raum aufhält, nimmt man nach kurzer Zeit den herrschenden Geruch dort nicht mehr wahr. Diesen Vorgang nennt man Adaption.

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Wann eine Asbestsanierung zwingend erforderlich ist, hängt in Deutschland primär vom Zustand des Materials und der damit verbundenen Gefahr einer Faserfreisetzung ab. Eine gesetzliche Sanierungspflicht besteht nicht pauschal für jedes asbesthaltige Bauteil, sondern wird durch die Asbest-Richtlinie der Bundesländer sowie die TRGS 519 geregelt. Der kritischste Faktor ist die Unterscheidung zwischen schwach und fest gebundenem Asbest. Schwach gebundene Produkte (z. B. Spritzasbest oder Pappen) haben einen hohen Faseranteil und geben diese schon bei leichten Erschütterungen oder Alterung ab. Hier ist die Dringlichkeit oft hoch, da bereits der normale Gebäudezustand eine Gesundheitsgefahr darstellen kann. Bei fest gebundenem Asbest (z. B. Asbestzementplatten oder Bodenbeläge wie Vinyl-Asbest-Fliesen) besteht akuter Handlungsbedarf, wenn das Material beschädigt, verwittert oder brüchig ist. Sobald die Oberflächenstruktur so degradiert ist, dass Fasern in die Atemluft gelangen könnten, muss saniert werden. Ein dritter, sehr häufiger Grund sind geplante Baumaßnahmen. Sobald eine Renovierung, ein Umbau oder ein Abriss ansteht, dürfen asbesthaltige Materialien nicht einfach bearbeitet werden. In diesem Moment greift das strikte Verwendungsgebot: Da Tätigkeiten wie Schleifen, Bohren oder Brechen verboten sind, muss das Material im Rahmen einer fachgerechten Sanierung durch einen zertifizierten Betrieb entfernt werden, bevor die eigentlichen Arbeiten fortgesetzt werden können. Sicherheit und Werterhaltung gehen hier Hand in Hand.
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Präzision trifft auf Gesundheit. Mit der Anschaffung des Fidas Frog des renommierten Herstellers Palas investiert das Ingenieurbüro Mair in eines der modernsten und flexibelsten Staubmessgeräte auf dem Markt. Der Fidas Frog ist nicht einfach nur ein Messgerät – er ist ein hochpräzises Labor im Taschenformat. Während herkömmliche Sensoren oft nur Schätzwerte liefern, nutzt dieses Gerät die optische Aerosolspektrometrie. Damit werden einzelne Partikel exakt gezählt und klassifiziert. Dank der innovativen optischen Aerosolspektrometrie liefert der Fidas Frog hochpräzise Daten, die weit über herkömmliche Messmethoden hinausgehen. Ob in der Industrie oder im privaten Bereich – das Team vom Ingenieurbüro Mair kann nun noch gezielter auf die Bedürfnisse seiner Kunden eingehen: Am Arbeitsplatz : Sicherstellung der Einhaltung von Arbeitsschutzrichtlinien und Identifizierung von Emissionsquellen in Produktion und Handwerk. In Wohngebäuden: Aufspüren von versteckten Belastungen durch Feinstaub, Pollen oder Schimmelsporen für ein gesundes Wohnklima. Ihre Vorteile bei der Arbeitsplatzmessung Durch den Einsatz des Fidas Frog bietet das Ingenieurbüro Mair Unternehmen entscheidende Mehrwerte: Rechtssicherheit: Exakte Dokumentation der Einhaltung von AGW-Werten (Arbeitsplatzgrenzwerten) gemäß TRGS 900. Quellenanalyse: Dank der hohen Zeitauflösung lassen sich punktuelle Staubemissionen während spezifischer Arbeitsschritte sofort identifizieren. Flexibilität: Das handliche, akkubetriebene Design ermöglicht Messungen direkt an der Maschine, im Lager oder im Büro – ohne störende Kabel. Sofortige Auswertung: Keine langen Wartezeiten auf Laborergebnisse; die Daten sind sofort verfügbar und bilden die Basis für effektive Schutzmaßnahmen. Durch das kompakte, kabellose Design ist das Gerät perfekt für mobile Einsätze vor Ort geeignet. Kunden profitieren von sofortigen Ergebnissen und einer fundierten Beratung auf Basis wissenschaftlicher Fakten. Mit dieser Investition unterstreicht das Ingenieurbüro Mair seinen Anspruch: Sicherheit und Lebensqualität durch Technik.
von Stefan Mair 29. Januar 2026
Das Thema Schimmel in der Wohnung ist oft ein Grund zur Sorge. Dabei muss beachtet werden, dass auch im Freien häufig Schimmelpilze vorkommen. Spätestens beim Verlassen der Wohnung werden wir also mit Schimmelsporen konfrontiert. Auch ist das Vorkommen von Schimmelpilzen im Innenraum in geringem Umfang nicht ungewöhnlich. Jeder kennt den kleinen Schimmelbelag zum Beispiel auf Silikonfugen im Badezimmer. Für manche Arten ist aber bekannt, dass sie für den Menschen problematisch werden können, z.B.: Aspergillus (Gießkannenschimmel) Dies ist eine der bekanntesten Gattungen. Besonders Aspergillus fumigatus kann bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem eine sogenannte Aspergillose (eine Infektion der Lunge) auslösen. Er findet sich oft in Blumenerde, Staub oder auf Lebensmitteln. Stachybotrys chartarum (Schwarzer Schimmel) Oft als der "gefährlichste" Schimmel bezeichnet. Er liebt sehr feuchte Materialien wie Gipskartonplatten oder Tapeten nach Wasserschäden. Er produziert Mykotoxine (Schimmelpilzgifte), die bei Kontakt oder Einatmen zu schweren Entzündungen, Müdigkeit und Kopfschmerzen führen können. Penicillium (Pinselschimmel) Nicht jeder Verwandte des Penicillins ist ein Lebensretter. Arten wie Penicillium chrysogenum können Allergien und Asthma auslösen. Man findet sie häufig auf Lebensmitteln, aber auch an feuchten Wänden. Alternaria Dieser Pilz ist ein klassischer Allergie-Auslöser. Er kommt oft im Freien vor, siedelt sich in Innenräumen aber gerne in feuchten Badezimmern oder auf Fensterrahmen an. Die gesundheitliche Gefährdung geht meist von drei Faktoren aus: Allergene: Die Sporen lösen Heuschnupfen-ähnliche Symptome oder Asthma aus. Mykotoxine: Giftstoffe, die vor allem beim Verzehr (auf Lebensmitteln) gefährlich sind, aber auch über die Luft aufgenommen werden können. Infektionen: Direktes Wachstum des Pilzes im Körper (selten, meist bei Vorerkrankungen). Wichtig: Die Farbe allein (z. B. "grün" oder "schwarz") reicht nicht aus, um die Art oder die Gefährlichkeit zu bestimmen. Hier schafft ein geeigneter Schimmeltest Klarheit.
von Stefan Mair 22. Januar 2026
Eine Asbest-Freimessung (auch Kontroll- oder Freigabemessung genannt) ist das offizielle Prüfverfahren, um nach einer Asbestsanierung sicherzustellen, dass die Raumluft frei von gefährlichen Fasern ist. Erst wenn diese Messung erfolgreich war, darf der sanierte Bereich wieder ohne Schutzausrüstung betreten und normal genutzt werden. Was sind die wichtigsten Eckpunkte einer Freimessung nach VDI 3492? 1. Warum ist dieser Asbest Test notwendig? Nach dem Entfernen von asbesthaltigen Materialien (z. B. Fliesenkleber, Bodenbeläge oder Isolierungen) können mikroskopisch kleine Fasern in der Luft schweben, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Die Freimessung dient als rechtlicher und gesundheitlicher Nachweis, dass die Sanierung erfolgreich war und keine Gefährdung mehr besteht. 2. Der Ablauf einer Freimessung Der Prozess folgt strengen Richtlinien (in Deutschland meist nach VDI 3492 und TRGS 519): Visuelle Kontrolle: Zuerst prüft ein Gutachter, ob der Raum besenrein ist und keine Materialreste mehr sichtbar sind. Probenahme: Über mehrere Stunden saugt ein spezielles Messgerät Luft durch einen goldbedampften Filter. Laboranalyse: Der Filter wird unter einem Rasterelektronenmikroskop (REM) untersucht, um Asbestfasern exakt zu zählen und von anderen Fasern (wie Mineralwolle) zu unterscheiden.  3. Wann gilt ein Raum als "frei"? Ein Raum wird nur freigegeben, wenn die Messergebnisse unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen: Der Messwert muss in der Regel unter 500 Fasern pro Kubikmeter (F/m3) liegen. Zudem muss der statistische Sicherheitswert (95 %-Vertrauensbereich) unter 1000F/m3 bleiben. Wichtig: Die Freimessung sollte immer von einem unabhängigen Gutachter oder Labor durchgeführt werden, nicht von der Sanierungsfirma selbst, um einen Interessenkonflikt zu vermeiden.
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TRGS 519 und VDI 3492 – Wichtige Grundlagen bei der Asbestsanierung